Wie müssen Tanzschuhe sitzen? So findest du die richtige Größe

Tanzschuhe müssen eng anliegen wie ein Handschuh: Die Ferse rutscht nicht, die Zehen stoßen aber nicht schmerzhaft an. Miss deinen Fuß in Zentimetern und rechne 0,3 bis 0,5 cm hinzu, um die passende Innenlänge zu finden.

Viele kaufen Tanzschuhe in ihrer üblichen Straßenschuhgröße und merken nach ein paar Stunden, dass der Fuß nach vorne rutscht. Das liegt daran, dass Tanzschuhe aus weichem Material bestehen, das sich an den Fuß anpasst und etwas nachgibt. Ein Schuh, der beim Anprobieren schon bequem locker sitzt, wird beim Tanzen zu weit. Hier erfährst du, woran du die richtige Passform erkennst.

Woran erkennst du, dass ein Tanzschuh richtig sitzt?

  • Ferse: Sie bleibt fest im Schuh, auch wenn du auf den Ballen gehst oder dich drehst.
  • Zehen: Bei offenen Latein- und Salsaschuhen schließen die Zehen etwa mit der Sohlenkante ab oder stehen minimal darüber. Bei geschlossenen Schuhen berühren sie vorne leicht das Material, ohne gequetscht zu werden.
  • Breite: Der Fuß liegt seitlich an, drückt aber nicht über die Sohle hinaus.
  • Spann: Riemchen lassen sich schließen, ohne einzuschneiden.

Wie misst du deinen Fuß richtig?

Stell dich am Nachmittag oder Abend barfuß auf ein Blatt Papier, denn dann ist der Fuß etwas größer als am Morgen. Markiere die Ferse und die längste Zehe und miss den Abstand in Zentimetern. Miss beide Füße und nimm den größeren Wert. Rechne dann 0,3 bis 0,5 cm hinzu: Das ergibt die Sohlenlänge, die du in einer Größentabelle suchst. Unsere ausführliche Anleitung findest du im Größenratgeber.

Fußlänge Empfohlene Innenlänge
22,0 cm 22,3 bis 22,5 cm
22,7 cm 23,0 bis 23,2 cm
23,3 cm 23,6 bis 23,8 cm
24,0 cm 24,3 bis 24,5 cm
24,7 cm 25,0 bis 25,2 cm
25,3 cm 25,6 bis 25,8 cm
26,0 cm 26,3 bis 26,5 cm

Die passende EU-Größe findest du in der Zentimetertabelle des jeweiligen Modells.

Sitzen alle Tanzschuhe gleich?

Latein- und Salsaschuhe

Offene Sandaletten werden am engsten getragen. Die Riemchen halten den Fuß, und das weiche Material gibt nach dem Einlaufen etwas nach. Wenn die Ferse hinten über die Sohle hinausragt, ist der Schuh zu klein. Rutscht der Fuß nach vorne über die Kante, ist er zu groß.

Standardschuhe

Geschlossene Pumps für Walzer und Foxtrott sitzen etwas fester als Alltagspumps. Die Zehen dürfen vorne leicht anliegen. Wichtig ist, dass die Ferse beim Abrollen nicht aus dem Schuh rutscht.

Tangoschuhe

Tangoschuhe werden oft viele Stunden am Stück getragen, etwa bei einer Milonga. Hier zählt eine Passform, die eng, aber über lange Zeit bequem ist. Ein guter Halt am Knöchel hilft bei Ochos und Drehungen.

Ballettschläppchen

Schläppchen sitzen wie eine zweite Haut. Die Zehen sollen gestreckt liegen, ohne sich zu krümmen, und es darf kein Hohlraum an der Spitze entstehen.

Was tun, wenn du zwischen zwei Größen liegst?

Bei Leder und Satin, die nachgeben, ist meist die kleinere Größe die bessere Wahl. Bei sehr breiten Füßen oder einem hohen Spann kann die größere Größe sinnvoll sein, vor allem bei geschlossenen Modellen. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Innenlänge in Zentimetern: Liegt sie 0,3 bis 0,5 cm über deiner Fußlänge, passt der Schuh.

Wie läufst du neue Tanzschuhe ein?

Trag die Schuhe zuerst zu Hause mit dünnen Socken oder Strumpfhosen, jeweils kurze Zeit. So passt sich das Material deinem Fuß an, ohne zu stark gedehnt zu werden. Vermeide es, Tanzschuhe nass zu machen oder mit Wärme zu weiten, denn das kann Kleber und Form beschädigen.

Welche Probleme zeigen, dass die Größe nicht stimmt?

Blasen an der Ferse sind meist ein Zeichen dafür, dass der Schuh zu weit ist und die Ferse bei jedem Schritt reibt. Druckstellen an den Zehen oder ein Taubheitsgefühl deuten dagegen auf einen zu kurzen oder zu schmalen Schuh hin. Wenn du bei Drehungen das Gefühl hast, im Schuh zu schwimmen, ist er ebenfalls zu groß. Und wenn die Riemchen auch im engsten Loch noch locker sind, passt das Modell nicht zu deinem Fuß. In all diesen Fällen lohnt es sich, die Größe zu überprüfen, bevor du den Schuh weiter einläufst.

Spielt die Fußform eine Rolle?

Ja, und zwar eine große. Bei einem breiten Vorfuß stößt der Schuh seitlich an, auch wenn die Länge stimmt. Hier helfen Modelle mit weichem Material und verstellbaren Riemchen, die sich an die Breite anpassen. Bei einem hohen Spann ist ein offener Schnitt oft angenehmer als ein geschlossener Pumps. Bei sehr schmalen Füßen sorgen Knöchelriemen dafür, dass der Fuß nicht seitlich verrutscht.

Trägt man Tanzschuhe mit oder ohne Strümpfe?

Viele Tänzerinnen tragen Tanzschuhe mit dünnen Strumpfhosen oder Füßlingen. Das schützt die Haut, nimmt Feuchtigkeit auf und schont das Innenmaterial. Probiere die Schuhe deshalb immer mit dem an, was du später auch beim Tanzen trägst, denn schon eine dickere Socke verändert die Passform spürbar.

Bei Dansezo ist der Versand innerhalb Europas ab 50 € kostenlos (außerhalb Europas ab 65 €). Du hast 30 Tage Zeit für eine Rücksendung, und der erste Größentausch ist kostenlos, ohne dass du das erste Paar zurückschicken musst. Bei Unsicherheit mit der Größe beraten wir dich gern persönlich.

Häufige Fragen

Sollen Tanzschuhe eine Nummer kleiner sein?

Nicht unbedingt. Entscheidend ist die Innenlänge: etwa 0,3 bis 0,5 cm mehr als deine Fußlänge. Das kann je nach Modell deiner Straßengröße oder einer halben Nummer weniger entsprechen.

Weiten sich Tanzschuhe?

Leder und Satin geben etwas nach, vor allem in der Breite. Die Länge verändert sich dagegen kaum.

Darf die Ferse bei Tanzschuhen überstehen?

Nein. Steht die Ferse hinten über, ist der Schuh zu kurz und du verlierst Stabilität.

Wann messe ich meinen Fuß am besten?

Am späten Nachmittag oder Abend, weil die Füße im Lauf des Tages leicht anschwellen.

L'équipe Dansezo

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